Meditation & Stressbewältigung

Online Seminar
12 Nov '20
13 Dez '20

Online Kurs
12. Nov. – 13. Dez. 2020, jeweils Donnerstag – Sonntag

Die geleiteten Übungen des Kurses dienen der meditativen Praxis.
Gleichzeig werden dadurch die vier Methoden des buddhistischen Geistestrainings erklärt:
Meditation, Achtsamkeit, Untersuchung und Anstrengung.

Weitere Informationen finden Sie in den Übungsbüchern, die auf dieser Seite gratis als E-Book heruntergeladen oder als Print-Ausgabe bestellt werden können.

Fragen zum Kurs können an info@peterriedl.at oder bei den jeweiligen Übungsvideos gestellt werden.

Donnerstag 12.11.2020

Meine erste Mediation: Richtig sitzen

Bequem Sitzen. Die Knie sollen den Boden berühren. Wenn das im Schneidersitz nicht möglich ist, auf einen Hocker oder am Sessel sitzen. Sich einen geschützten Ort suchen und diesen angenehm gestalten. Etwas ‚Schönes‘ vor sich stellen, eine Kerze, einen Gegenstand oder ein Bild. Mit der Übung '15 Minuten Meditation' fortsetzen

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Donnerstag 12.11.2020

Geleitete Basis-Übung: 15 Minuten Meditation

Diese Übung kann täglich wiederholt werden. Günstig ist es, sich eine bestimmte Zeitspanne zur Meditation vorzunehmen und diese auch einzuhalten. Weiters ist es günstig, sich einen bestimmten Zeitrahmen für die Übung vorzunehmen. Das können 2-4 Wochen bis zu 1-3 Monate sein. Danach kann man entscheiden, ob und wie lange man die Meditationspraxis fortsetzen möchte. Man sich besser zu konzentrieren und die eigenen Gedanken und Gefühle bewusst wahrzunehemen.

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Freitag 13.11.2020

Geleitete Basis-Übung: 15 Minuten Körperbetrachtung

Geleitete Meditation, bei der die Aufmerksamkeit auf den Körper gerichtet wird. Sie ist eine grundlegende Übung meditativer Achtsamkeit und eine ausgezeichnete Konzentrationsübung. Sie kann oft wiederholt werden. Man lernt, die Aufmerksamkeit bewusst zu lenken und sich ‚einspitzig‘ auf nur eine Sache im Geist zu konzentrieren. Das ist eine Voraussetzung, um zu lernen, wie man in den Prozess der Entstehung des Stresses eingreifen kann.

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Samstag 14.11.2020

Geleitete Basis-Übung: 15 Minuten Atembetrachtung

Geleitete Meditation, bei der die Aufmerksamkeit auf den Atem gerichtet wird. Sie ist die grundlegende Übung der Einsichtsmeditation und eine ausgezeichnete Konzentrationsübung. Sie kann ein Leben lang geübt werden. Durch die Konzentration auf den Atem und das Feststellen der Ablenkungen im Geist, wird allmählich klar, was einen an einer gesammelten Meditation hindert und wie diese Hindernisse fallen gelassen werden können.

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Sonntag 15.11.2020

Geleitete Übung: 30 Minuten - Warum meditieren

Geleitete Übung, was Meditation ist. Es ist günstig, eine bewusste Entscheidung zu treffen, ob man einen meditativen Übungsweg gehen möchte. Die  Übung kann gelegentlich wiederholt werden.

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Donnerstag 19.11.2020

Geleitete Achtsamkeit: Teezeremonie

Achtsamkeit ist die nach innen gerichtet Aufmerksamkeit auf den Körper, die Absichten, Gefühle, Gedanken und Reaktionen. Sie ist die grundlegende Übung, um in das eigene Fühlen, Denken und Handeln bewusst eingreifen zu können. Die Teezeremonie kann täglich wiederholt werden. Sie kann von der Zubereitung des Tees bis hin zum Wegräumen und Abwaschen ausgedehnt werden.

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Freitag 20.11.2020

Geleitete Achtsamkeit: Zähne Putzen

Der Aufenthalt im Bad ist eine ausgezeichnete Gelegenheit um täglich Achtsamkeit zu üben. Die Übung kann mit dem Blick in den Spiegel begonnen und mit einer Verneigung vor dem Spiegel beendet werden. Dankbarkeit ist eine Tugend, die ebenfalls durch Übung kultiviert werden kann. „Der einzige Weg zur Überwindung des Leidens führt über die Übung der Achtsamkeit,“ hat Buddha gelehrt.

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Samstag 21.11.2020

Geleitete Achtsamkeit: Warten

Warten ist eine Illusion im Kopf. Man kann darunter leiden oder nicht. Es kommt nur darauf an, ob man im realen Augenblick oder einer illusionären Gedankenwelt lebt. Diese Übung kann überall, wo man wartet, angewendet werden. Sie kann viel verändern.

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Sonntag 22.11.2020

Geleitete Achtsamkeit: Stress unterbrechen

Stress entsteht bedingt aufgrund der Wahrnehmung äußerer Anlässe. Seine Ursache liegt jedoch nicht im Anlass, sondern in der Person, die mit Stress reagiert. Dazu gehören nicht nur der Druck durch Arbeit, sondern jeder emotionale Druck, Ärger, Eifersucht, Ehrgeiz u.v.a. Solange man sich mit dem Stress identifiziert, ist ein Entkommen nicht möglich. Fällt einem auf, dass man gestresst ist, kommt es zur ersten Lösung. Unterstützen kann man die Unterbrechung der Stresssituation durch bewusstes Ein- und Ausatmen.

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Donnerstag 26.11.2020

Geleitete Meditation: Angst

In der kontemplativen Meditation untersucht man mit dem Denken bestimmte Themen und Fragestellungen. Untersuchung ist das „Sehen, was ist“. Damit wird das gegenwärtige Ich, die sogenannten Gewordenheit, das gegenwärtige Karma, bezeichnet. Untersuchung erfolgt wie in der Wissenschaft, ohne zu bewerten und ohne zu beurteilen. Angst ist einer der fünf Widerstände, die eine ruhige, eine gelingende Meditation und ein gleichmütiges, ein gelingendes Leben verhindern. Die Übung besteht darin, die Widerstände in ihrem Entstehen, Da-Sein und Vergehen zu beobachten - immer wieder. Mit Hilfe der Konzentration, der Meditation, Achtsamkeit, der Innenschau, gelingt es durch Untersuchung in unheilsame Emotionen, Gedanken und Handlungen bewusst einzugreifen und diese fallen zu lassen.

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Freitag 27.11.2020

Geleitete Meditation: suchthaftes Verlangen

Mit suchthaftem Verlangen sind nicht nur die klassischen, sogenannten Süchte, Alkohol, Drogen und Nikotin, gemeint, sondern jegliches Begehren. Das ‚Etwas-Aussprechen-Müssen‘ ebenso wie jede andere Verhaltens-, Handlungs- und Redeweise, die unbewusst aufgrund externer Wahrnehmungen in einem selbst triebhaft anspringt. Begehren, etwas haben zu müssen, etwas zu brauchen ist die stärkste Triebfeder unfreien Handelns, das größte Hindernis für ein gelassenes Leben. Das Begehren in seinem Entstehen achtsam zu erkennen ist der erste Schritt in die Freiheit. Wenn man erkennt, schon wieder begierdevoll zu sein oder gewesen zu sein, sich nicht verurteilen. Nur feststellen: „Und schon wieder...“. Nicht sagen: „Das werde ich nie los, das werde ich nie können“, sondern sagen: „Das werde ich im Augenblick nicht los, das kann ich jetzt nicht“. Und weiterüben.

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Samstag 28.11.2020

Geleitete Meditation: Ärger

Ärger, Hass, Ablehnung sind die Qualitäten des zweiten Widerstandes gegen eine gelingende Meditation und ebenso gegen ein gelingendes Leben. In ihnen liegt die gleiche begierdevolle Energie, wie im suchhaften Verhalten, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Ärger im Augenblick des Entstehens bewusst und aktiv zu beenden ist relativ einfach. In diesem allerersten Moment ist er uns kaum bewusst. Ärger in seiner voller Entfaltung fallen zu lassen ist schwer bis unmöglich. Um Ärger bereits im Entstehen zu erkennen, braucht man als Voraussetzung einen hoher Grad an Achtsamkeit.

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Sonntag 29.11.2020

Geleitete Meditation: Skeptischer Zweifel

„Soll ich oder soll ich nicht?“ Diese Frage kann quälend sein. Sie ist Ausdruck des skeptischen Zweifels, der Unsicherheit und der Illusion. Die Skepsis des ‚Gesunden Menschenverstandes‘ ist damit nicht gemeint. Sie ist positiv zu bewerten. Skeptischer Zweifel ist der vierte Widerstand in der Meditation und im Leben. Er wird in einem wichtigen und sehr bedeutungsvollen Augenblick überwunden: Wenn man ganz sicher ist, nicht mehr so weiter leben zu wollen, wie bisher. Wenn man beginnt, ernsthaft einen Ausweg aus dem Leiden zu suchen.

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Donnerstag 03.12.2020

Geleitete Meditation: Problem lösen

In der Meditation lernt man, den Geist zu sammeln, sich zu konzentrieren, erst einspitzig und später gänzlich ungerichtet. Mit der Achtsamkeit lernt man die Aufmerksamkeit auf die Gefühle und Gedanken zu lenken. Mit der Untersuchung lernt man die fünf Widerstände, das sind die eigenen problemhaften Bereiche, zu bemerken und zu erhellen. Die wirklich wesentliche Übung ist es, mit richtiger Anstrengung die triebhaft immer wieder auftauchenden Lebensthemen zu überwinden, zu lösen. Diese geleitete Meditation kann gelegentlich wiederholt werden. Sie dient dazu, erstens Klarheit zu gewinnen, was gegenwärtig im Vordergrund steht, zweitens ob, wie und wann man bereit ist, sich mit wichtigen Themen auseinanderzusetzen, um sie zu lösen. Weder die Übung der Untersuchung noch die Anstrengung sind psychologische Übungen. Psychotherapeutische Ansätze können die Übungen aber unterstützen.

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Freitag 04.12.2020

Geleitete Meditation: Vergänglichkeit

Mit Anstrengung versucht man heilsame Zustände, das sind Gelassenheit, Freundlichkeit. Liebe, die nicht in einem vorhanden sind, herzustellen und wenn sie vorhanden sind, diese zu erhalten. Unheilsame Zustände, Ärger, Feindseligkeit und Hass, die nicht vorhanden sind, versucht man gar nicht entstehen zu lassen und wenn sie vorhanden sind, zu überwinden, sie loszulassen. Das ist keine leichte Übung und sie beschäftigt einen ein Leben lang. Um negative Zustände fallen zu lassen, muss man sie bewusst erkennen, ohne Achtsamkeit ist das nicht möglich. Danach muss man sie fallen lassen und überwinden. Das kann völlig unterschiedlich erfolgen. Man wird es herausfinden. Etwas ganz anderes ist es, dass derartige Zustände gar nicht mehr entstehen. Da sie ‚bedingt,‘ also quasi triebhaft anspringen, ist das nicht möglich, so lange man der oder die Gleiche ist. Man müsste ein anderer sein, sich so sehr in der Vergangenheit geändert haben, dass gar nicht mehr auftreten. Die Gegenwart ist die Vergangenheit der Zukunft. Um ein anderer, eine andere zu werden, ist eine wesentliche Hilfe, jetzt Vergänglichkeit zu verstehen und zu akzeptieren. Dann kann es gelingen, dass in Zukunft unheilsame Zuständen nicht mehr automatisch entstehen.

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Samstag 05.12.2020

Geleitete Meditation: Stress

Sich die Erklärung zur Übung bei der Vergänglichkeit noch einmal ganz genau durchlesen. Versuchen, den beschriebenen Mechanismus wirklich zu verstehen. Wenn man Schwierigkeiten überwinden möchte, gibt es dafür nur zwei Lösungen. Die erste ist es, diese nach ihrem Entstehen fallen zu lassen und die zweite ist es, diese gar nicht entstehen zu lassen. Damit das gelingt, muss man ein anderer sein, beziehungsweise werden. So lange man bleibt, wie man ist, wird sich nichts ändern. Um all das in seiner Tiefe zu erkennen und es von Grund auf lösen zu können, muss man Leiden verstehen. Stress ist lediglich ein moderner Ausdruck für Leiden und wird durch die Stressreaktion hervorgerufen. Diese kann ganz unterschiedlich ausfallen, von ganz gering bis unerträglich. Im Leiden ist es ebenso, die geringste Unpässlichkeit ist Leiden, der große Lebensschmerz ebenso. Stress und Leiden kommen aus dem Ich. Sie entstehen reaktiv bedingt auf die Wahrnehmung der Umständen in der Welt, aber nicht durch die Umständen in der Welt, seien sie auch noch so unerträglich. Mit der Methode des ‚Positiven Denkens‘ hat die Übung nicht zu tun.

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Sonntag 06.12.2020

Geleitete Meditation: Gelassenheit

Ziel des Buddhistischen Geistestrainings ist Gleichmut. Gleichmut kann man sich, so lange man nicht gleichmütig ist, schlecht vorstellen. Die meisten stellen sich darunter wohl etwas Langweiliges vor. Man sollte nicht darüber spekulieren, wie es am Gipfel des höchsten Berges ist, solange man nicht oben war. Für alle, die oben gewesen sind, wird es nicht identisch gewesen sein. Eher vorstellen können wir uns und möglicherweise erstrebenswerter ist Gelassenheit. Sie ist schwer von der Gleichgültigkeit abzugrenzen und zu unterscheiden. Emotional liegen sie knapp nebeneinander. Gleichgültigkeit ist kühl abwehrend und Gelassenheit warm emphatisch. Es gibt viele Methoden, um Gelassenheit und angenehme Zustände herzustellen. Sie reichen vom Konsum über Drogen bis zu den schönen Dingen in der Welt. Buddhistischer Gleichmut stellt sich ein, wenn man die Dinge nicht mehr braucht. Haben kann man sie dann selbstverständlich immer noch. Gleichmut wandelt sich in Mitfreude, wenn es anderen gut geht, in Mitgefühl, wenn es anderen schlecht geht und man ist allen Wesen in Liebe verbunden.

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